ausstellung: über bücher und fotografie – was ist das fotobuch?

popup_bldas buchlabor — institut für buchforschung (i. gr.) der fachhochschule dortmund initiiert die ausstellung über bücher und fotografie — was ist das fotobuch? in der reihe dialoge über bücher. hierzu laden wir studierende, künstler, fotografen, gestalter und wissenschaftler ein, beiträge einzureichen. eine auswahl der einreichungen wird im rahmen der ausstellung im november 2016 im dortmunder u — zentrum für kunst und kreativität auf der ebene für kulturelle bildung der uzwei gezeigt.

der begriff fotobuch wird in der medialen diskussion — gerade im bereich der fotografie — ganz selbstverständlich benutzt, ist aber als allgemein gültige definition weder in der buchwissenschaft noch als buchgattung existent. das forschungsprojekt untersucht dezidiert den zusammenhang zwischen dem medium buch und dem bildmedium fotografie als eine außergewöhnlich funktionierende verbindung und widmet sich fragestellungen zur gestalt des buchkörpers, zum materialkanon und seiner technischen umsetzung. in einer prozesshaften und ergebnisoffenen recherche wird ein fundierter und nachvollziehbarer kriterienkatalog zur einordnung und beurteilung zum ›buch mit fotografien‹ erstellt, angewandt und veröffentlicht.

anhand der einreichungen zeigen wir einen ausschnitt individueller lösungen des hybridmediums fotobuch. welche besondere synergien gehen fotografie und buchkörper deines projekts miteinander ein? welche spezifischen bezüge werden geschaffen? wir freuen uns auf deinen beitrag bis spätestens zum 24. oktober 2016.

 einreichungen unter: www.fotobuch.buchlabor.net 

 

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Ein Umbruch – Eine Edition – Ein Book Release

das buchlabor
emp­fiehlt

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Bald wird geblättert, gelesen, getanzt. Freudig feiert Edition Umbruch ihren Book-Release. Die Crowdfundingkampagne war erfolgreich. Gefeiert wird am Donnerstag, den 09.07., im Island in Hamburg ab 18:30.

Worum es geht? Wir reden über Bücher.

Wir? Das sind vier Masterstudentinnen des Studiengangs Master Design der HAW Hamburg, wir haben die Publikation „Edition Umbruch“ erarbeitet. Und „Bücher“? Wir skizzieren, worin sich im digitalen Zeitalter das Publizieren und die Rolle des Gestalters ändern. Wir gehen dabei auf folgende Themen ein: Wie wirkt sich der mediale Umbruch auf das Lese- und Nutzerverhalten aus? Wohin führt dieser Umbruch in den Bereichen Print und Digital? Wie gehen wir als Gestalter mit dem Umbruch um?

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Aufgegriffen und beleuchtet wird dies inhaltlich und gestalterisch. Mit eigenen Texten und visuellen Beiträgen:

  • Wie wir lesen, was wir lesen, wo und worauf wir lesen, wird im Kapitel „Lesekultur“ thematisiert.
  • Wie es um das Gedruckte steht, wo das Gedruckte in Zukunft steht, wie man die Krise von Print verstehen kann, skizziert das Kapitel „Print“.
  • „Digital“ hingegen beleuchtet Publikationen, die leuchten. Und vieles, was das digitale Zeitalter digital publiziert.
  • Wie wir als Gestalter das digitale Zeitalter gestalten, mit was für Gestalten, was wir von digitalen Büchern halten, wie wir digitalen Lesestoff behalten, wie sich digitale Bücher halten, wo wir Gestalter stehen, kurz: wie wir Gestalter E-Books sehen, das liest man in „Der Gestalter und das digitale Buch“.

In der Publikation „Edition Umbruch“ finden sich unsere eigenen Gedanken und die von Umfrageteilnehmern. „Edition Umbruch“ achtet auf Stimmen von Gestaltern, aus der Designszene und dem Verlagswesen. Sie sind zu lesen im Teil Zwei. Im ersten Teil eine Collage von Zitaten, von Blumen und Blättern, vom Rascheln und Swipen, von der Beschwernis und der Befreiung, von analog und digital, von Vorurteilen und vom Frieden. Eine Publikation, geteilt, aber nicht geteilter Meinung. Ein Atemzug, zwei Worte? Edition Umbruch.

Gestaltung & Konzept: Laura Asmus, Luzia Hein, Marion Schreiber, Svenja Wamser

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Mehr Informationen unter:

http://www.edition-umbruch.de
https://www.facebook.com/edition.umbruch
https://www.facebook.com/events/549356551869769
https://www.startnext.com/edition-umbruch

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(EI2) Werkstattgespäche am 20. Mai 2015, 16:00 Uhr

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das buchlabor möchte euch herzlich zu den werkstattgesprächen am mittwoch, dem 20. mai 2015 um 16:00 uhr im dortmunder u einladen.

die werkstattgespräche finden im rahmen der buchlabor ausstellung dialoge über bücher statt, welche vom 25. april bis zum 7. juni 2015 im dortmunder u gezeigt wird.

ausgewählte arbeiten der ausstellungsexponate werden von den autoren selbst in gemütlicher atmosphäre vorgestellt und können im gespräch erläutert werden. eingeladen sind:

→ andreas bülhoff – doppelspaltversuch (lesung)
→ andreas till – the studio reader
→ maxim franke – körperpartituren (performance)
→ yasemin fakili – ein kompakter leitfaden für chinesische und lateinische typografie

beginn ist um 16.00 uhr

dortmunder u – zentrum für kunst und krativität
uzwei, kulturelle bildung
leonie-reygers-terasse
44137 dortmund

ausstellung vom
25. april bis 7. juni 2015
täglich 11.00 bis 18.00 uhr (mo geschlossen)

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dialoge über bücher – ausstellung: über lesen

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wir möchten euch herzlich zur eröffnung unserer ausstellung dialoge über bücher – über lesen
am samstag, dem 25. april 2015 im dortmunder u einladen.

eröffnungssymposium um 14.00 uhr
→ jan filek – read/ability. typografie und lesbarkeit
→ ralf herrmann – speed reading – über die leserlichkeit von schrift auf straßenschildern
→ ulrike stoltz – kreuz&quer / hin&her – über nicht lineares lesen in büchern

ausstellungseröffnung um 18.00 uhr

dortmunder u – zentrum für kunst und krativität
uzwei, kulturelle bildung
leonie-reygers-terasse
44137 dortmund

ausstellung vom
25. april bis 7. juni 2015
täglich 11.00 bis 18.00 uhr (mo geschlossen)

schön wäre eine kurze rückmeldung zur teilnahme am symposium unter: ueberlesen@buchlabor.net
wir freuen uns auf euer kommen!

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Das buchlabor at the PhotoBookMuseum

The Photobookmuseum

 

Muss ein Fotobuch Fotos enthalten?In zwei Wochen öffnet das erste und einzige Festival seiner Art die Tore: The PhotoBookMuseum.
Während ihr diese Zeilen lest entsteht im Kölner Carlswerk das Mekka der internationalen Fotobuch-Szene. Von August bis Oktober können sich die Besucher durch ein Meer aus Fotobüchern treiben lassen und die Klippen der Erkenntnis erklimmen. Unter der Fragestellung: „Was ist eigentlich das Fotobuch?“ präsentiert das buchlabor neue Gestaltungsansatze, waghalsige Theorien und und die Früchte jahrelanger Forschung. In unserem Fotobuch-Labor könnt Ihr uns helfen den abstrakten Begriff mit Leben zu füllen. Nach einem inspirierenden Tag auf dem Festival, mit Vorträgen, Workshops, Führungen und Aktionen wird uns sicher jeder eine andere Antwort auf die Frage geben können:

Was ist das Fotobuch für Dich?

Daten und Fakten:

The PhotoBookMuseum
The Carlswerk Edition
18.August – 03.Oktober 2014
Köln-Mühlheim

OpeningWeek
19.-24.August 2014

PhotokinaWeek
16.-21. September 2014
In dieser Woche findet in Köln gleichzeitig die Photokina statt.

 

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DecodeCuneiform – Digitale Keilschrift

Digitale_Keilschrift

Von der Tontafel zum Computer-Screen. Die Keilschrift, welche um 3300 v.Chr. von den Sumerern in Mesopotamien entwickelt wurde ist das erste Schriftsystem der Menschheit. Sogar die ägyptischen Hieroglyphen entstanden erst 300 Jahre später. Die Schriftzeichen entwickelten sich von Piktogrammen, also vereinfachten Abbildungen von  Gegenständen, Tieren und Menschen hin zu Ideogrammen. Damit konnten auch abstrakte Begriffe wie »Liebe« oder »Hoffnung« dargestellt werden anstatt lediglich kindische Aufzählungen wie »Ziege 5« zu Papier – oder sagen wir eher Ton – zu bringen. Die Tontafel war auch ein ausschlaggebender Faktor für das Aussehen der Zeichen. Statt die Zeichen in das Material zu ritzen, wurden sie mit einem Griffel in den Ton gedrückt. Dies beschleunigte das Schreibhandwerk enorm. Letztlich wurden die Zeichen immer abstrakter bis sie nur noch einzelne Silben darstellten.

Nun wurden die antiken Schriftzeichen digitalisiert. Initiator des Projektes DecodeCuneiform an der Fachhochschule Mainz und dem Institut Designlabor Gutenberg ist Johannes Bergerhausen, Professor für Typografie.
Das Projekt ist die logische Fortsetzung seines Projektes DecodeUnicode, welches dem Nutzer den digitalen Gebrauch aller Sprachen/Schriftzeichen der Welt ermöglichen möchte.

Das Buch »Digitale Keilschriften – Digital cuneiform« enthält ein Verzeichnis aller Schriftzeichen (Mesopotamisch, Ugaritisch, und Altpersisch) puls der zugehörigen Ziffern und Satzzeichen, sowie geschichtlicher Rahmeninformationen über ihre Herkunft.Mit dem Kauf des Buches erwirbt der Käufer eine Lizenz zur privaten Nutzung des Keilschrift-Fonts. Diesen kann er unter der angegebenen Mailadresse beim Verlag Hermann Schmidt Mainz anfordern.

Titel: Digitale Keilschrift – Digital cuneiform
ISBN: 978-3874398619
Erschienen: 2014
Verlag: Hermann Schmidt Mainz
Sprachen: Deutsch und Englisch

 

Prof. Johannes Bergerhausen bei TEDx Talks über das Projekt Decodeunicode:

Decodeunicode the movie:

 

 

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33pt 2014 – Bunt und laut wars.

Ein paar Eindrücke vom 33pt-Symposium. Bunt und laut wars. Besonders während der Performence von Grzegorz Laszuk, welcher vor seinem Auftritt am Mischpult die Warnung aussprach: »Vorsicht, ich werde singen.« Und ja, eigentlich ging es um Design. Wie das zusammenpasst, lässt sich wohl nur durch den expressiven Workflow kreativer Freigeister erklären, zu denen auch zweifelsohne Sebastian Zimmerhackl gehört. Ein Multitasking-Talent ohne gleichen so scheint es, bedenkt man seine Vita mit der Organisation zahlreicher Symposien, Ausstellungen und Workshops. »Neue Freude finden« ist dabei sein Motto und ganz nebenbei studierte er auch mal Grafikdesign. Laut seiner Mutter hätte er das Studium zwar abbrechen dürfen, doch ein Abschluss war für den Mainzer Ehrensache. Ebenso selbstverständlich schien es Fabia Zindel keinen Millimeter ihrer Stoffe zu verschwenden. Kurzerhand wurden schicke Tabletts gepresst, ein Glücksgriff wie sich bald herausstellte – den die gehen immer – und überbrücken Sommertage die zu heiß sind für bunte Halstücher. Die Textildesignerin kommt in den Sommermonaten aber erst richtig ins schwitzen. Die handwerkliche Produktion ihrer Kollektionen ist ihr genauso wichtig wie der Gestaltungprozess und so zelebriert sie jährlich einen Printmarathon in ihrer kleine Siebdruckwerkstatt. In Bewegung sind die Bilder von Martin Retschitzegger grundsätzlich, nicht nur auf der x und y, sondern auch auf der z-Achse, an Decke, Boden und Wänden. Seit neustem lässt der Computerkünstler unter seinem eigenen Label »monkeymen« Katzen schmelzen und Augen aus den Höhlen springen. Überraschen können aber auch schlichte Buchcover. Lars Müller hält nicht viel davon den Inhalt nach außen zu kehren. Stattdessen schwört er auf Blindprägungen in monochrom weißen Einbänden. Ein Buch über Schnee, könne schließlich kein anderes Cover haben, aber auch für Architekturbände eigne sich diese Art Covergestaltung. So viel Raffinesse und Tiefgang bräuchten mehr Verleger und deshalb hätten wie Lars Müller auch noch viel länger zuhören können.

Fotos gibts auf Facebook.

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Neu im Archiv – Frühjahr 2014 – Bücher zum Thema Lesen

Wir tun es alle täglich – ja beinahe scheint es zum Reflex zu werden, sobald wir lesen gelernt haben. Spätestens nach dem vierten Schuljahr vergessen wir, dass es Zeiten gab, in denen Buchstaben noch keine bunten Bilder in unsere Köpfe zauberten. Doch auch das Auge eines erfahrenen Lesers bedarf einem Mindestmaß an Führung. Deshalb beschäftigen sich Typografen mit der Lesbarkeit und der übersichtlichen Strukturierung von Texten. Doch damit nicht genug, denn ein guter Typograf ist ein Meister der Verführung, der es versteht die Blicke unschuldiger Passanten auf das Papier zu bannen. Nun aber Vorhang auf für drei spannende Projekte, deren Autoren sich selber zu Wort gemeldet haben. Mehr zum Thema Lesen gibts im buchlabor-Archiv.

Graphem Inna Levcenko  Graphem  Inna Levcenko

Was studierst Du? Ich studiere Design Medien Kommunikation im 5. Semester.

Worum geht es in Deinem Buch? Bei meinem Projekt Graphem – Wortbild zur Lesbarkeit handelt es sich nicht direkt um ein Buch, sondern eher eine Themensammlung in einem Schuber, die vielleicht auch als Buch angesehen werden kann. Was ein Buch ist – da scheiden sich ja oft die Geister. Daher bezeichne ich es lieber als Themensammlung aus fünf Broschüren mit eingebauten Plakaten, welche sich mit verschiedenen Themen der Lesbarkeit beschäftigen. Es geht um Themen wie Zeichenerkennung, Lesebewegung, Leserichtung, Klein- und Großschreibung und Ligaturen. Inhaltlich wird der Versuch unternommen, die jeweiligen Themen nicht nur so verständlich und einfach wie möglich darzulegen, um den Leser zur Beschäftigung mit diesen Themen zu animieren, sondern auch fest vorhandene Muster in unserer Lesekultur in Frage zu stellen. Ist zum Beispiel eine andere Leserichtung möglich? Ist Kleinschreibung nicht doch die bessere Schreibweise? Sind Ligaturen nur schön oder auch sinnvoll?

Wie kamst Du auf die Idee? Die folgende Situation kennt wohl jeder: Wenn man sich mal freiwillig oder unfreiwillig mit wissenschaftlichen oder stark theoretischen Texten beschäftigt, ist das oft kein großes Vergnügen. Das liegt oftmals nicht so sehr am trockenen Inhalt oder einer unverständlichen Theoriesprache, sondern oft auch an der ästhetischen Themengestaltung. Die Texte sind furchtbar gesetzt und schlecht lesbar, es gibt keine sofort durchschaubare Hierarchie der Inhalte, vom Fehlen anschaulicher Abbildungen ganz zu schweigen. Ironischer Weise ging es mir bei der Recherche zum Thema Lesbarkeit für dieses Seminar genauso. Viele Texte redeten um den heißen Brei herum und erklärten einfache Sachverhalte unnötig kompliziert. Schaubilder waren furchtbar gestaltet und die Texte in einigen wissenschaftlichen Büchern schlecht gesetzt. Man liest also über Lesbarkeit und muss sich alles mühevoll auseinanderklamüsern, rausschreiben oder skizzieren, um am Ende festzustellen, dass es auch einfacher gehen könnte. Und genau das habe ich versucht. Es soll nicht nur leicht verständlich sein, das Ziel war, dass der Leser bei der Beschäftigung mit diesen Texten Spaß hat. Die Broschüren mit integrierten Plakaten geben ihm die Möglichkeit, bei Bedarf nur leicht an der Themenoberfläche zu kratzen oder gleich ganz einzutauchen und mehr zu erfahren. Wenn ich in meiner Recherchezeit für das Projekt auf solche Medien gestoßen wäre, hätte es mich sehr gefreut. Die Themensammlung soll also als Hilfestellung beim Erlernen theoretischer Sachverhalte zum Thema Lesbarkeit dienen.

Was kannst Du zur Gestaltung erzählen? Jede Broschüre / Thema besitzt ein eigenes Farbschema aus zwei kontrastierenden Farben. Damit wollte ich einerseits eine klare optische Unterscheidung zwischen den Themen gewährleisten, andererseits sollte dem Leser durch die bunte Welt der Broschüren die Angst vor den »trockenen« Themen genommen werden. Zudem gab es zusätzlich zu der Leseschriftart jeweils einen anderen Font für die Plakat- und Überschriftengestaltung. Die Bildsprache sollte einfach und informativ, aber auch interessant und auffällig sein und den Betrachter neugierig machen.

Beschreibe Deinen Arbeitsprozess. Als erstes kam natürlich die Recherche aller möglichen Informationen zu den fünf Themen, von denen es ursprünglich sogar noch ein paar mehr gab, doch aus zeittechnischen Gründen wurden diese gestrichen. Dann folgte die Textarbeit: Texte formulieren und zig Mal umschreiben, um sie so verständlich wie möglich zu machen. Dummerweise habe ich festgestellt, dass ich beim Schreiben auch gleichzeitig angefangen habe zu gestalten. Schließlich war der Satzspiegel für die Broschüren schon fertig und wenn die Zeilen mal zu kurz oder zu lang wurden, der Flattersatz nicht so schön flatterte, oder sonst irgendetwas störte, begann ich, die Texte so lange umzuformulieren und zu trimmen, bis es schön aussah. Ich hoffe, dass das Textverständnis dabei nicht gelitten hat. Und zum Schluss kam natürlich die Reinzeichnung und die Produktion.

Gehören neben dem Buch noch andere Medien zu dem Projekt? Im Prinzip besteht mein Projekt ja aus zwei Medien: eine achtseitige Broschüre, die durch einen Schlitzfalz zwischen der dritten und der vierten Seite zu einem Plakat auf der Rückseite ausgefaltet werden kann. Wenn man dieses dann an der Wand befestigt, ist der Schlitz in der Mitte kaum zu sehen. Beide Medien funktionieren nur miteinander. Das Plakat ist die erste Ebene, die neugierig machen oder als Gedächtnisstütze fungieren soll. Die Broschüre ist das tiefergehende Medium, dass viele weite Informationen preisgibt.

Was möchtest du noch hinzufügen? Nur, dass wenn man sich bei einem Projekt für eine Plakat-Schlitzfalz entscheidet, darüber im Klaren sein muss, dass dies sehr viel Arbeit und Einschränkungen in der Produktion bedeutet :) Dieser sogenannte Instant Folder ist bei den meisten Druckereien noch recht unbekannt und nur wenige Buchbinder trauen ihn sich zu, wenn es exakt werden muss. In diesem Projekt habe ich nicht nur gestalterisch, sondern auch produktionstechnisch einiges gelernt. Wenn man genau weiß, wie es geht, klappt es beim nächsten mal besser, denn so ein Instant Folder ist schon eine schicke Sache.

machen Sie! Florian Kronenberg  machen Sie! Florian Kronenberg

Was studierst Du? Ich studiere Design Medien Kommunikation mit dem Schwerpunkt Grafikdesign.

Worum geht es in Deinem Buch? Mein Buch beschäftigt sich mit der Frage, ob es für Anzeigenwerbung bestimmte Regeln gibt, nach denen sich Gestalter richten sollten, um ihre Wirkung zu verbessern.

Wie kamst Du auf die Idee? Ich hatte mich als Vorbereitung für meine Bachelorarbeit sehr intensiv mit dem Thema Werbung auseinandergesetzt und bin im Zuge dieser Recherche auf die Aussagen von David Ogilvy, dem Gründer der Werbeagentur Ogilvy & Mather, gestoßen. Seine Statements aus den 60er und 70er Jahren habe ich als Grundlage genutzt um aktuelle Werbeanzeigen daraufhin zu untersuchen, ob diese Regeln auch heute noch von Gestaltern angewendet werden.

Was kannst Du zur Gestaltung erzählen? Das Format leitet sich aus einem Durchschnittswert von Magazinformaten ab, ist aber etwas kleiner, damit das Buch einfacher zu handhaben ist. Bei der Schriftwahl habe ich mich für die Excelsior für den Fließtext entschieden. Sie wurde in den 1960er Jahren viel für den Zeitungssatz verwendet, in dieser Zeit gründet Ogilvy auch seine Agentur. In den Überschriften nutzte ich als Kontrast die Super Grotesk. Sie wurde im Jahr 1999 überarbeitet, in diesem Jahr starb David Ogilvy.

Beschreibe Deinen Arbeitsprozess. Nachdem ich die Aussagen Ogilvys gesammelt hatte, habe ich aktuelle Werbeanzeigen recherchiert und nach Branchen geordnet. Es wurde schnell klar, dass sich Anzeigen zu bestimmten Produkten erschreckend ähnlich sehen. Diese Sammlung wurde der erste Teil des Buches. Um zu prüfen, ob Ogilvys Regeln auch heute noch gültig sind, habe ich einige Anzeigen ausgewählt, die den Regeln entsprechen und zu jeder dieser Anzeigen ein Pendant angefertigt, welches die Regeln bricht. Also Beispielsweise eine Anzeige mit in Versalien gesetzter Headline und eine, deren Headline in gemischter Schreibweise gesetzt ist. Mit diesen Paaren habe ich eine Umfrage durchgeführt, deren Ergebnisse den zweiten Teil des Buches ausmachen.

Angli~can Jan Leismann  Angli~can  Jan Leismann

Was studierst Du? Design Medien Kommunikation, Schwerpunkt Grafikdesign im sechsten Semester. Mein eigener inhaltlicher Interessenschwerpunkt liegt auf dem Wechselspiel von Text und Grafikdesign.

Worum geht es in Deinem Buch? Ziel der digitalen Publikation Angli~can war eine Einschätzung von Anglizismen bezüglich ihrer Wirkung auf die Qualität und Effektivität von Kommunikation, losgelöst von einer persönlichen Identifikation mit dieser Form des Sprachgebrauchs oder dessen Ablehnung.
Ich wollte neutral erarbeiten, was Anglizismen mit einem Lesetext und allgemein mit unserem Leseverhalten anstellen und die Ergebnisse dann schlüssig visualisieren.

Wie kamst Du auf die Idee? Gerade im Bereich des Kommunikationsdesign ist mir aufgefallen, dass beim Beschreiben und Präsentieren eine möglichst abstrakte Sprache zum Einsatz kommt. Vielleicht, um von der Komplexität der Arbeit zu überzeugen oder die eigene Fachkenntnis zu unterstreichen. Nicht unwichtig scheinen dabei die Anglizismen zu sein und so begann ich zu überlegen, ob man sie als eine Art rhetorisches Stilmittel ansehen und unter diesem Aspekt erforschen könnte.

Was kannst Du zur Gestaltung erzählen? Die Gestaltung der digitalen Publikation ist minimalistisch und informativ. Sie vermittelt über Konturen- und Linienelemente die Möglichkeiten zur Navigation. Die primäre Farbe ist ein, an den Korrekturstift erinnerndes Rot. Zusammen mit der Sekundärfarbe Blau, greift die Gestaltung zudem die UK- und US-Landesfarben auf. Von klassischen Buch- und Satzschriften inspiriert, ist die primäre Schrift eine Mischung aus geschwungener Barock-Antiqua und aufrechter Egyptienne. In Bezug auf den vermeintlichen Zerfall des deutschstämmigen Vokabulars empfand ich den Einsatz einer Barock-Antiqua aufgrund der Anspielung an das barocke Bewusstsein der Vergänglichkeit als äußerst passend.

Beschreibe Deinen Arbeitsprozess. Die Recherche habe ich zu einem Großteil in die Bibliothek verlagert. Dort habe ich Statistiken zur Schreibweise von Anglizismen erhoben und Literatur gesammelt. Jedoch muss ich hinzufügen, dass auch die Datenbank der Deutschen Nationalbibliothek eine wichtige Station der Recherche war. Ich habe außerdem eigene Umfragen entworfen und begonnen, jedoch ausschließlich zur Thesenprüfung für das Essay verwendet. Das Essay habe ich relativ spät im Arbeitsprozess verfasst, da ich die doch etwas abstrakte Thematik nicht umgehend greifbar beschreiben konnte. Die Rücksprache mit meinen Kommilitonen im Verlauf des Kurses hat mich dann auf die richtigen Fragen gebracht. Der Dummy der digitalen Publikation ist mit der Digital Publishing Suite von InDesign erstellt.
Die Grundidee für das Einbinden von Animationen war, diese im Framework Processing selbst zu programmieren und danach in ein HTML-Dokument einzubinden. Dies funktioniert über dasCanvas-Tag, eine Art Klammer, die es ermöglicht Applets, welche z.B. auf Java oder Processing basieren, für die Bedienung im Browser bereit zu stellen. Das HTML-Dokument wurde dann als Webinhalt in InDesign geladen und als bedienbare Funktion im Adobe Content Viewer angezeigt.

Gehören neben dem Buch noch andere Medien zu dem Projekt? Die interaktiven Animationen innerhalb der digitalen Publikation waren zeitweise als eigenständige Applikationen angedacht, wurden von mir aber als solche letztendlich doch nicht umgesetzt.

Was möchtest du noch hinzufügen? Insgesamt soll das Essay keine wissenschaftlich zitierbare Arbeit sein, sondern vor allem ein Ideen-Konstrukt, zur Überprüfung der gesellschaftlichen Sichtweise auf Anglizismen als Stilmittel innerhalb der Kommunikation.

 

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Vorträge von Rudi Baur, Lukas Weber und Christian Rau.

wir möchten euch ganz herzlich zu den vorträgen von ruedi baur, lukas weber und christian rau am mittwoch, dem 4. juni 2014 um 18h zum thema nation branding einladen.

die vorträge finden in der FH dortmund, FB design, max-ophüls-platz 2 in der aula statt und eröffnen eine vortragsreihe im rahmen der ringvorlesungen (master szenografie und kommunikation) im SS 2014.

wir würden uns freuen wenn ihr die einladung an alle interessierte und studierende weiter geben würdet.

info_ringvorlesungen

Ruedi Baur: bekannter Schweizer Kommunikationsdesigner und Autor; Mit­be­gründer des inter­diszi­plinären Net­zw­erkes Inté­gral Con­cept; Leiter der Ateliers Inté­gral Ruedi Baur in Paris, Zürich und Berlin; seit 1987 Übernahme diverser Lehrauf­gaben; 2007 verlieh ihm die École internationale de Percé den Ehrendoktortitel; Veröffentlichung diverser Publikationen; 2013: Beitrag zum Buch “Don´t brand my public space!” – Kapitel “Die auffällige Abwesenheit der Flagge der Erde”

Lukas Weber und Christian Rau studierten an der FH Mainz Kommunikationsdesign und erarbeiteten gemeinsam ihre mehrfach ausgezeichnete Diplomarbeit „Good People, Great Nation“. Diese Arbeit untersucht die Hintergründe und Motivation des „Nation Branding“ in Form einer visuell journalistischen Auseinandersetzung (http://great-nation.org). Außerdem steuerten sie dem kürzlich erschienenen Buch “Don´t brand my public space!” das Kapitel “Die Zuckerdiktatur” bei.

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