DecodeCuneiform – Digitale Keilschrift

Digitale_Keilschrift

Von der Tontafel zum Computer-Screen. Die Keilschrift, welche um 3300 v.Chr. von den Sumerern in Mesopotamien entwickelt wurde ist das erste Schriftsystem der Menschheit. Sogar die ägyptischen Hieroglyphen entstanden erst 300 Jahre später. Die Schriftzeichen entwickelten sich von Piktogrammen, also vereinfachten Abbildungen von  Gegenständen, Tieren und Menschen hin zu Ideogrammen. Damit konnten auch abstrakte Begriffe wie »Liebe« oder »Hoffnung« dargestellt werden anstatt lediglich kindische Aufzählungen wie »Ziege 5« zu Papier – oder sagen wir eher Ton – zu bringen. Die Tontafel war auch ein ausschlaggebender Faktor für das Aussehen der Zeichen. Statt die Zeichen in das Material zu ritzen, wurden sie mit einem Griffel in den Ton gedrückt. Dies beschleunigte das Schreibhandwerk enorm. Letztlich wurden die Zeichen immer abstrakter bis sie nur noch einzelne Silben darstellten.

Nun wurden die antiken Schriftzeichen digitalisiert. Initiator des Projektes DecodeCuneiform an der Fachhochschule Mainz und dem Institut Designlabor Gutenberg ist Johannes Bergerhausen, Professor für Typografie.
Das Projekt ist die logische Fortsetzung seines Projektes DecodeUnicode, welches dem Nutzer den digitalen Gebrauch aller Sprachen/Schriftzeichen der Welt ermöglichen möchte.

Das Buch »Digitale Keilschriften – Digital cuneiform« enthält ein Verzeichnis aller Schriftzeichen (Mesopotamisch, Ugaritisch, und Altpersisch) puls der zugehörigen Ziffern und Satzzeichen, sowie geschichtlicher Rahmeninformationen über ihre Herkunft.Mit dem Kauf des Buches erwirbt der Käufer eine Lizenz zur privaten Nutzung des Keilschrift-Fonts. Diesen kann er unter der angegebenen Mailadresse beim Verlag Hermann Schmidt Mainz anfordern.

Titel: Digitale Keilschrift – Digital cuneiform
ISBN: 978-3874398619
Erschienen: 2014
Verlag: Hermann Schmidt Mainz
Sprachen: Deutsch und Englisch

 

Prof. Johannes Bergerhausen bei TEDx Talks über das Projekt Decodeunicode:

Decodeunicode the movie:

 

 

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