Workshop mit Jeroen Kummer 20. – 23. Januar 2014

Workshop mit Jeroen Kummer

Im Zuge des Seminarangebots »Was ist das Fotobuch? – Konzeption und Gestaltung eines Buches« wurde der holländische Gestalter Jeroen Kummer eingeladen, einen viertägigen Workshop zu halten. Jeroen Kummer gründete mit  Arthur Herrman 1998 das Designstudio Kummer & Herrman, das seither viele Fotobuch-Projekte betreut hat.

In den ersten drei Tagen stellte uns Jeroen verschiedene Projekte seines Studios vor und gab uns einen Einblick in sein Arbeiten mit Fotografen. Über die Woche hinweg wurde gemeinsam an den fotografischen Serien gearbeitet und in Einzelgesprächen die nächsten Schritte besprochen. Verwendet werden konnte nicht nur eigene Fotoserien, sondern auch Material aus Fotobüchern, um diese neu zu gestalten. Die Schwerpunkte lagen vor allem im Editing und der Entwicklung von schlüssigen Designkonzepten. Zur Endpräsentation am Donnerstag wurden Dummys angefertigt.

Danke an Jeroen Kummer für die sehr produktive und fruchtbare Zeit!

 

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Moving Plot – Moving People

Ein Foto- und Einmischspektakel für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Am vergangenen Dienstag hat die Ausstellung “Moving Plot – Moving People” ihre Türen geöffnet. Designstudierende der Fachhochschule Dortmund zeigen auf einer ganzen Etage im Dortmunder U Arbeiten zum Thema Informationsfreiheit und -missbrauch.Sie haben sich mit aktuellen Fragen der Überwachung, Informationsverbreitung im Netz, Big Data, Virtualität und Realität, sowie der Veränderung von Sprache durch neue Medien auseinandergesetzt. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Betrachter selbst. Er soll aktiv werden, eingreifen, mitgestalten und seine Spuren hinterlassen.

Bis zum 2.3.2014 habt Ihr noch die Chance die Ausstellung zu besuchen. Wer also schon immer einmal in öffentlichen Einrichtungen an Wände malen oder in geschlossenen Räumen schaukeln wollte hat nun die Möglichkeit beides direkt nacheinander zu tun.

 

Das Buchlabor-Team wünscht Euch viel Spaß!

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Animierte Buchstaben tanzen durch QR-Code-Wälder

Das Dortmunder U beherbergt momentan eine Ausstellung, die garantiert das Herz jedes Typografen höher schlagen lässt. Doch auch allen anderen streuen die Veranstalter ausreichend Glutamat in die Buchstabensuppe. Der Besucher bekommt gegen Pfand (Ausweis) ein iPad zur Verfügung gestellt. Mit diesem bewaffnet durchstreift er im Folgenden die QR-Code-Wälder der Ausstellungslandschaft. Für menschliche Augen zunächst verborgen, verstecken sich dort tänzelnde Buchstaben, welche nur im Schein des iPad-Displays erkennbar werden.
Um vor lauter Bäumen den Überblick nicht zu verlieren sind die Bereiche nach ihren Inhalten kategorisiert:Commercials,Information Graphics, Art and Experimental, Filmtitles, Corporate Motion und Video Clips.

Auf eurer Wanderung werdet ihr schnell merken, dass ihr nicht alleine seid. Gestalter, Typografen und andere Kreative weisen euch den Weg zu den Wurzeln ihrer Kunst. Zu sehen sind Interviews mit
Etienne Robial von ON/OFF Productions, Paris
Ole Peters sowie Martin Wölke von Sehsucht, Hamburg
Tanja Fassold und Mario Lautscham von tischeins, Hamburg
Gundela Kleinholdermann vom Gutenberg-Museum, Mainz
Matthias Zentner und Patrick Seelinger von Velvet, München
Ralf Ott und Simon Mayer von ACHT, Frankfurt
Axel Gopher ein Komponist und DJ aus Paris
Ludovic Houplin von h5, Paris
sowie
Lothaire Burg und Henri L’Hostis von ARTE, Straßburg.

Wie ihr merkt gibt es sehr viel zu entdecken und je nach Interesse sollte deshalb ein bisschen Zeit in die Wanderung investiert werden.
Für alle die es eilig haben oder diejenigen, die ihre Reise Zuhause revue passieren lassen wollen gibt es eine Online-Mediathek (vhttp://www.moving-types.de/). Bei Rückgabe des iPads könnt ihr euren persönlichen Code ausdrucken lassen. Mit diesem habt ihr online Zugang zu allen Clips die ihr euch in der Ausstellung angesehen habt.

Die Ausstellung »Moving Types« läuft noch bis zum 2.3.2014.

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Hallo und herzlich willkommen im Buchjahr 2014,

Frohes Neues

 

hoffentlich seid Ihr nach einer ausgelassenen Rutschpartie weich im warmen Bett gelandet und habt den ersten Feiertag des Jahres zum entspannten Schmökern nutzen können.

Habt Ihr noch keine gute Vorsätze für 2014? Keine Sorge, wir teilen unsere Vorsätze mit Euch:

Nr.1:
Besucht regelmäßig www.buchlabor.net. Bald erscheint die Seite in neuem Glanz!

Nr.2:
Schaut vom 3. bis zum 8. Februar zwischen 10 und 16 Uhr in der Eingangshalle des Fachbereichs Design vorbei. Dort erwarten wir Euch, beantworten Fragen und tratschen mit Euch über schöne Bücher. Gerade für Studenten, die Interesse daran haben, dass ihr Buch auf der Leipziger Buchmesse präsentiert wird eine tolle Gelegenheit persönliche Hilfe vom Team zu bekommen.
Weitere Infos folgen bald (hier auf dem Blog und auch auf der Buchlabor-Facebookseite) unter #Buchwoche!

Nr.3:
Ab Januar loht es sich mal wieder im Dortmunder U vorbeizusschauen.
Vom 22.1.2014 bis zum 2.3.2014 stellen Studenten der Fachhochschule dort ihre Arbeiten aus.
Die Ausstellung mit dem Titel »Moving Plot – Moving People« beginnt einer Vernissage am 21. Januar um 17 Uhr.

Nr.4:
Besucht uns im März auf der Leipziger Buchmesse und gebt bis dahin Eure Projekte ab!*
Um Eure Bücher einem bereiten Publikum zu präsentieren steht die Messe vom 13. bis 16. März in unserem Kalender. Wir freuen uns über Euren Besuch an unserem Stand und sind gespannt auf alle Bücher die bis dahin bei uns eingereicht werden.

Nr.5:
Ein weitere Pflichttermin ist die Schauraum-Ausstellung an der Fachhochschule Dortmund. Vom 11. bis zum 13. Juli sieht man dort wieder verschiedenste Semester- und Abschlussarbeiten der Studenten des Fachbereichs Design.

Nr.6:
Wer von August bis September Zeit findet nach Köln zu kommen, kann Zeuge eines seltenen Spektakels werden: »The Photobookmuseum« – ein temporäres Wunderpaket voller Überraschungen! Irgendwo zwischen Ausstellung und Festival trifft sich die internationale Gestalter – und Fotografenszene.

Nr.7:Last but not least – Die Frankfurter Buchmesse vom 8. bis zum 12. Oktober. Dort präsentieren wir eine thematische Auswahl aus unserem Archiv. Vielleicht wird Euer Projekt dieses Jahr auch dabei sein.

Eine Liste für den Kühlschrank findet Ihr in der Bildergalerie.

Wir freuen uns auf das neue Jahr mit Euch, Euren Büchern, vielen interessanten Projekten und spannenden Veranstaltungen. :)

*Buchabgabe: Ihr könnt Eure Projekte an jedem Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag des Jahres bei uns in Raum U23/5 abgeben. Mitbringen solltet ihr, neben Eurem Buch, den ausgefüllten Kriterienkatalog und eine fotografische Dokumentation Eures Projektes. Zu Form und Formular besucht unsere Internetseite oder unsere Sprechstunde jeden Mittwoch von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr.

 

 

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Pixelschlacht am Typo-Buffet

Hallo liebe Webgestalter und Typografen,

hoffentlich habt ihr Weihnachten mehr oder weniger gut überstanden. Denn es ist Zeit, den Bauch unterm Tannenbaum hervorzurollen und eine Pixelschlacht am Typo-Buffet zu eröffnen. (Keine Lust? Ließ nur den letzten Absatz!)

Starten wir doch mit einer These vom Web fürs Web: »The Web is Typographie«. Wem das noch nicht reicht, kann sich auch ein paar Fachsimpeleien von Steve Jobs und Dieter Rams über Design im Allgemeinen um die Ohren fliegen lassen.

Ihr mögt Andy Warhol lieber und wollt deshalb nicht lesen, sondern Bilder schauen?Ok. Sind gelbe Berge, violette Bäume und grüne Strände genehm?

Wenn Ihr euch jetzt denkt: »Great colour palette«, kann ich nur antworten: »You are so smart«!
Und ich hoffe ihr habt eure Stimme an Weihnachtsliedern geübt, denn wir trällern im Chor: »You have always been the greatest designer« und Martin Hahn rutscht auf unserer Schleimspur aus und stolpert in sein Portfolio.

Allen die kein halb zerdrücktes »A« ins Gesicht bekommen wollen / die einfach nur einen coolen Font für ihr nächstes Web-Projekt suchen, wünsche ich viel Spaß mit dem Webfont-Showcase von Martin Hahn (Twitter/Projekte/Portfolio).

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Ideenstadt Düsseldorf – Typografie und Werbehistorie

Ideenstadt Düsseldorf – Typografie und Werbehistorie
29.11.2013 – 01.12.2013

Letztes Wochenende tat sich ein Guckloch auf, welches Einblicke in Düsseldorfs Werbe- und Designszene gewährte. Das Programm der Veranstaltung sah eine Zeitreisen in die Historie der Werbemetropole Düsseldorf und Dialoge mit ihren gegenwärtig amtierenden Talenten vor.
Unter anderen referierte Hanno Bennert über Trams und alternative Umlaute. Er ist Schriftgestalter, Grafiker und macht nach eigener Aussage »…nie wieder eine Schrift ohne Pfeile…«. Perfektionismus ist das für ihn allerdings noch nicht, sondern Anspruch auf Vollständigkeit. Doch bevor er mit einem Font abschließen kann, gestaltet Bennert neben Brüchen wie 1/32 auch schon mal Buchstabenvarianten und platzsparende Umlaute.

Tram: Bennerts erster Font entstand eigentlich ohne Anspruch auf Vollendung. Bis 11 Freunde darauf aufmerksam wurden und den Schriftsatz für ihr Magazin nutzen wollten. Inzwischen gibt es sieben Schriftschnitte und eine außergewöhnlich große Glyphen-Palette. Deshalb eignet sich der Font für sehr viele unterschiedliche Sprachen. Höhepunkt der Karriere der »Tram« war laut Bennert ihr Auftritt auf einem gleichnamigen Verkehrsmittel.

Subtil: Diese Schrift gestaltete Bennert für die Dortmunder Stadtwerke und deren Subunternehmen. Aus dem Logo entwickelte er zunächst das D mit der leicht konkaven Punze. Darauf folgend entstanden individuelle Wortmarken für DEW21, DOKOM21 und Co. Der Font wurde 2007 vom Type Directors Club in der Kategorie Display-Schriften ausgezeichnet.

Rekord: Ein Freund Bennerts eröffnete eine Kneipe namens Cafe Rekord und natürlich brauchte diese einen individuellen Schriftzug. Da zahlt es sich aus einen Kumpel zu haben, der Schriftgestalter ist und kürzlich Italien bereist hat. Inspiriert vom typografischen Straßenbild Bolognas entwickelte Bennert die Schriftfamilie »Rekord«. Er fügte jedem Buchstaben eine stilistische Variante hinzu, um ihre Verwendungsmöglichkeiten breiter zu fächern. Inzwischen wird der Font auch als Hausschrift der Philharmonie Rotterdam verwendet.

BKH: Für eine Pitch der Bundeskunsthalle Bonn entstanden, schlummert der Font »BKH« inzwischen in Hanno Bennerts Schublade. Doch da dieser »…nie aufhören…« kann, gibt es inzwischen mehrere Schriftschnitte. Die markante Form der Buchstaben wurde inspiriert von dem Gebäude der Bundeskunsthalle. Anhand eines Rasters, das an die Form der kleinen Spitztürme auf dem Dach des Museums angelehnt entstand, konstruierte Bennert die Buchstaben. Der Q-Strich ist der wellenförmigen Fassade nachempfunden.

Eliza: Die Handschrift einer Frau zu digitalisieren, das war die Herausforderung vor der Bennert zu Anfang stand. Nach kläglichen versuchen eine weibliche Stiftführung nachzuahmen wendete sich der Typograf letztlich doch an eine Vertreterin des anderen Geschlechts. Um die Handschrift noch authentischer zu gestalten, kreierte er im Anschluss eine Vielzahl Ligaturen und Buchstabenvarianten.

Typografie gab es in Düsseldorf aber nicht nur zum anhören, sondern auch zum anfassen. Ausgestellt wurde unter vielen anderen Exponaten ein Zollstock, den die Agentur achtnullvier beidseitig mit je 2 Metern Typografiegeschichte bedruckte. Die Zeitreise beginnt beim ersten Alphabet, streift die Entstehung der »Frutiger« und beleuchtet typografische Richtlinien wie Versalhöhe und Lesbarkeit.

Konzeptioniert und Realisiert wurde die Zeitmaschine Ideenstadt Düsseldorf von Studenten des Fachbereichs Design der FH Düsseldorf. Die Projektleitung übernahmen Prof. Victor Malsy und Jens Müller.

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Dutch Design Week Eindhoven 2013

Vom 19. bis zum 27. Oktober 2013 fand die Dutch Design Week in Eindhoven statt. Das jährliche Event verwandelt die ganze Stadt in eine Ausstellung für Designobjekte aller Kategorien.
Unter anderem stellten auch die Bachelor- und Masterabsolventen der »Design Academy Eindhoven« ihre Abschlussarbeiten vor. Drei interessante Buchprojekte möchte ich näher erläutern:

»The Rejection« von Marieke Vonk (Man and Communication, Bachelor)
Jeder der schon einmal auf Jobsuche war, hat sicher einige Absagebriefe bekommen. Oft werden diese persönlich genommen, obwohl sie häufig standardisiert sind. Selbst in verschiedenen Unternehmen unterscheiden sich die Briefe nur geringfügig. Marieke Vonk hat diese Briefe gesammelt und analysiert. Mit dem Buch »Re:Sollicitatie« möchte sie zeigen, dass niemand allein ist, der ein Absageschreiben bekommt.

»Food for Thought« von Ma’ayan Pesach (Man and Leisure, Bachelor)
Lebensmittel sind nicht nur zur Nahrungsaufnahme da. Mit ihnen verbinden wir persönliche Erinnerungen, Fantasien und tägliche Rituale. In dem Buch »Food for Thoughts« findet man Interviews mit Menschen verschiedenen Alters und Kulturen. Außerdem gestaltete Ma’ayan Pesach ein Geschirr-Set, welches den Benutzer anregen soll die Herkunft seiner tierischen Nahrungsmittel zu hinterfragen. Damit kritisiert sie die moderne Massentierhaltung.

»Ritratti Italiani (Italian Portraits)« von Giovanni Pezzato (Information Design, Master)
Italien hadert momentan mit seiner Identität. Was dem Land fehlt sind Zukunftsvisionen und ein realistisches Bild seiner Gegenwart. Giovanni Pezzato sammelte italienische Zeitungen und versucht durch Collagen die Realität in Italien darzustellen. Dann brachte er die Bilder auf die Straßen Italiens um den Dialog mit den Passanten zu suchen.

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Das buchlabor auf dem 6. Fotobookfestival Kassel

Vom 24.10. – 27.10. zeigt das buchlabor – Institut für Buchforschung (i. Gr.) der Fachhochschule Dortmund erstmals wieder Buchprojekte aus dem Studiengang Fotografie auf dem Fotobookfestival in Kassel. Highlight des Festivals ist u. a. der japanische Fotograf und Buchgestalter Daido Moriyama, einer der wichtigsten lebenden Vertreter der Szene. Moriyamas Karriere begann in den 1960er Jahren in Tokio, wo er auch bald Mitglied der einflussreichen Provoke Group wurde, eine Gruppierung namhafter Künstler, die entscheidend die japanische Nachkriegs-Avantgarde in der Fotografie mitprägte. Moriyama hat mittlerweile über 150 Fotobücher veröffentlicht, darunter Meisterstücke wie “Japan – A Photo Theatre” (1968), “Farewell Photography” (1972), “Light & Shadow” (1982) oder “Shinjuku” (2002).

Wer – wie das buchlabor – dieses Festival auf keinen Fall verpassen will, sollte unseren Stand vor Ort besuchen. Documenta-Halle, Du-Ry-Straße 1, 34117 Kassel. All Days Festival Ticket 18 €, Day Ticket 10 €, Day Ticket Sonntag 8 €.
Weitere Informationen unter 2013.fotobookfestival.org

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