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Damienhirst 

Damien Hirst – “I want to spend the rest of my life everywhere, with everyone, one to one, always, forever, now.”

Damien Hirst became known with provocative installations in the late 1980s and early 1990s,  where he laid his fingers into the still bloody wounds of modern consumer societies. Not only with installations of sliced animals, machinery of destruction and pharmaceutical laboratories he has penetrated deeply into these wounds. This book was in 1998 his first major monograph and was created in collaboration with the graphic designer Jonathan Barnbrook. The publication expands Hirst concept of installation into the book body and it manages to realize this in a standalone form opulent manner. He exploited pretty much any bookbinding special form of the medium, fold-outs, pop-up figures, transparencies, decals, sticker, cuts, paper models, as well as the absence of a coherent text form, the quote-scale use of scientific panels, advertisements and other multi-layered references, make this book an exceptional artistic work. Although the vast parts of the representation of his installations are realized with a wide-ranging use of the photographic medium, arises at this point and in this context the crucial question, is this even a photo book?

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Damien Hirst hat mit seinen provokanten Installationen in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren den Finger in die immer noch blutigen Wunden der modernen Konsumgesellschaften gelegt. Nicht nur mit Installationen von aufgeteilten Tierkörpern, Zerstörungsmaschinen und pharmazeutischen Laboren ist Hirse tief in diese Wunden eingedrungen. Das vorliegende Buch war 1998 seine erste große Monografie  und entstand  in Zusammenarbeit mit dem Grafiker Jonathan Barnbrook. Das Buch erweitert Hirst Installationskonzept hinein in den Buchkörper und es gelingt auf opulente Weise dieses in einer eigenständigen Form zu realisieren. Er instrumentalisiert so ziemlich jedwede buchbinderische Sonderform des Mediums, Ausklapper, Pop-Up-Figuren, Folien, Schiebebilder, Schnitte, Aufkleber, Bastelbögen, sowie der Verzicht auf eine zusammenhängende Textformen, der zitathafte Einsatz von wissenschaftlichen Tafeln, Werbeanzeigen und andere vielschichtige Referenzen, machen das Buch zu einer außergewöhnlichen künstlerischen Arbeit. Auch wenn der überwiegende Teile der Repräsentation seiner Installationen mit einem weitgefächerten Einsatz des Mediums Fotografie realisiert wird, stellt sich an dieser Stelle und in diesem Kontext die entscheidende Frage, ist dies überhaupt ein Fotobuch?

 

 



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